Ernst Fischer

Wie lernt man sein Leben planen … ?

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Wir lernen im Verlaufe unseres Lebens Lesen und Schreiben, wir lernen den Umgang miteinander, wir lernen Erfahrungen zu sammeln und Erkenntnisse daraus abzuleiten. Wir lernen vor allem, sich mit dem Leben auseinander zu setzen.

Lernen wir aber auch das Leben zu planen und nach diesem von uns selber festgelegten Plan zu leben? Nach Plan zu leben bedeutet nicht, dass man  unflexibel ist, im Gegenteil, man bekommt mehr Zeit für Unvorhersehbares.

Natürlich stellen alle Menschen Erwartungen an das Leben, haben Träume und Wünsche und verfolgen auch bestimmte Ziele und Pläne. Doch, erlauben wir die Frage, wie zielsicher und vorausschauend wird dabei vorgegangen. Denken wir daran, was das Leben in allen seinen Bereichen, seinen Facetten von uns erwartet?

  • Bleiben wir unseren Träumen treu, oder lassen wir sie uns vom Alltag rauben?
  • Planen wir konsequent, klar und unmissverständlich?
  • Handeln wir tatsächlich nach unseren Plänen?
  • Haben wir gelernt nach unseren Plänen zu leben?
  • Haben wir gelernt, Pläne rechtzeitig anzupassen und neu auszurichten?

Der lateinische Begriff „Plan“ bedeutet:  Eben, klar, verständlich. Der Plan ist die sichtbare Darstellung, wie sich ein Ganzes aus seinen Teilen zusammensetzt. Der Plan ist ein Kompass. Im objektiven Sinne ist der Plan das System von Regeln, welche man zur Erreichung eines Zweckes oder eines Zieles verfolgt.  –  Der Plan ist so viel wie eine Struktur, ein Entwurf. Er kann also auch ein sehr wirkungsvoller Lebensentwurf sein.

Das Planen ist somit die bewusst definierende Vorstellung der Zwecke, welche der Mensch in seinem Handeln stärkt. Dies vereint mit der Vorstellung der Mittel, die zur Erreichung des Zieles, der Planung angewendet werden sollen. Es ist die bewusste Auseinandersetzung und Beantwortung der Fragen: Wer, was, wann, wo, wie, womit, wofür, für wen, mit wem und vor allem warum –  aber manchmal auch: Warum nicht?

Planen baut auf die 6 speziellen Fähigkeiten und Gefühlen des Menschen auf: Denken, Fühlen, Wollen, Handeln, Lernen und Wissen. Planen erfordert daher im weitesten Sinne Lebensbildung.

Sie ermöglicht mehr Selbstsicherheit, Selbstbestimmung aber auch Toleranz, Rücksichtnahme und Solidarität. Darum sollten Bildung, Wissensvermittlung und Lernmotivation vorbehaltlos und erfolgreich aufeinander abgestimmt sein. Bildung in diesem Sinne, sollte den gleichen Stellenwert haben, wie z.B. Gesundheit, Nahrungsaufnahme und Stoffwechsel.

Ein Leben lang Wissen aufnehmen, verinnerlichen konsequent anwenden und das auf einem höheren Niveau, in einer besseren Qualität als jemals zuvor. Das sind Fakten, welche selbstredend für die gewinnbringende Planung jederzeit äusserst wertvoll sind.

Machen Sie Sich Gedanken über all das – es ist bestimmt eine Überlegung wert.

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