Ernst Fischer

Erlebnisse mit Ländern, Mitmenschen und Freunden wiedergeben

Dieses nicht alltägliche Zusammentreffen.

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DIE SCHICKSALHAFTE BEGEGNUNG…

…zwischen einem kleinen, weissblondem, gut fünfjährigen Mädchen Livia und einem stolzen, sechseinhalb jährigen, ausgewachsenen Rottweiler-Männchen Astor mit einem hellen Brustfleck auf seinem sonst tiefschwarzen, kurzhaarigen Fell.
Nur keine Bange, anscheinend mochten sich die beiden auf den ersten Blick.

Diese Begegnung durfte ich vor einigen Tagen vor unserem Einkaufscenter erleben. Mutti und Töchterchen kamen lachend und scherzend aus der Tür. Mit einem freudigem, “schau Mutti, was für ein schöner Hund“ rannte das Mädchen leichtfüssig auf die Besitzerin von Rottweiler Astor zu. Diese kauerte sich seelenruhig neben Astor nieder und strich sanft über seinen eindrücklichen und so typischen Kopf des Rottweilers, dessen Augen leuchteten und der mit seiner Rute den Strassenstaub, mit freudigem wedeln von links nach rechts, aufwirbelte.

“Bleib da“ schrie voller Angst und mit sich überschlagender Stimme die Mutter des Mädchens. Doch das beinahe engelhaft wirkende, kleine Mädchen mit seinen leuchtenden, blauen Augen, umarmte bereits den Hals von Astor der mit einem leisen Winseln seine Freude ausdrückte und total entspannt liegen blieb wie von der Besitzerin durch das kurze Wort BLEIBl befohlen.

Interessiert ging ich auf die drei zu, währenddessen die Mutter sich mit beiden Händen den Mund verschloss und total entgeistert und ängstlich stehen blieb. “Kennen sich die Beiden“ fragte ich mit einem Lächeln die Besitzerin. Mit einem breiten, freudigen Lachen antwortete sie: “Es ist das erste Mal dass wir hier sind und von sich kennen kann keine Rede sein”. Es schien Liebe auf den ersten Blick zu sein zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Lebewesen“.

Als ehemaligem Besitzer von Rottweilern und Kenner deren unverdorbenem Charakter, konnte ich nur mit dem Kopf bestätigend nicken und bat die Besitzerin einen Moment Geduld zu haben. Mit einem freundlichen, beruhigenden Lachen ging ich auf die Mutter des Mädchens zu und bat sie, mit mir mitzukommen. Aber das sind doch diese bösartigen Hunde welche Kinder schwer gebissen und verletzt haben. Ihre Hand zitterte noch immer als ich diese ergriff um gemeinsam mit ihr zu Astor zu gehen. Wiederstrebend, ängstlich und verwirrt liess Mutti zu, dass ich ihre ausgestreckte Hand von Astor zuerst beschnuppern lies, um anschliessend den Kopf von Astor mit Mutter’s Hand  ganz langsam zu berühren. Sein Verhalten war ruhig, begleitet von einem leisen, kurzen, doch hörbar freudigem Laut.

Die Besitzerin von Astor erklärte Mutti, dass der Rottweiler eine kinderliebende Hunderasse sei. Leider gebe es jedoch noch heute Hundehalter, welche diese Hunde total missbrauchten um diese dann als sogenannte “Schutzhunde“ einzusetzen. Doch echte Schutzhunde welche eine gute, zielgerichtete Führung geniessen, beissen wahrhaft keine Menschen, und schon gar keine Kinder.

Ein kurzes, klares Kommando seitens der Besitzerin und Astor stand auf. Sie setzte das Mädchen auf den vorderen Teil des Rückens, damit die Kleine sich am Hals von Astor festhalten konnte. Die drei machten sich auf den Weg um eine kleine Runde zu gehen. Das Mädchen jauchzte vor lauter Freude und alle Beteiligten, selbst die Umstehenden strahlten vor lauter Glück und Freude. Selbst die zuvor äusserst verängstigte Mutti bedankte sich herzlich bei Astor und der Besitzerin. Sie drehte sich anschliessend zu mir um mit den Worten: “Heute hab ich wieder mal viel gelernt was ich im Leben nie geglaubt hätte.“ Strahlend verliessen Mutti und Livia den Platz des Geschehens. Die Besitzerin von Astor gratulierte mir für mein Verhalten. Ich erklärte Ihr, dass ich selber Rottweiler gehabt hätte, diese und ihren Charakter daher gut kennen würde. Ich gratulierte der Besitzerin für ihr vorbildliches Verhalten in einer speziellen Situation und verabschiedete mich von ihr mit einem herzlichen Lachen. Nicht ohne Astor mit ruhigen lobenden Worten noch über Kopf und Rücken zu streichen, was er wiederum mit einem freudigen, kurzen Bellen beantwortete.

Quintessenz:    “Gehe ohne Vorurteile, doch mit offenem Herz und Verstand auf die Menschheit zu”! 


Ernst Fischer

Autor: Ernst Fischer

Pensionist seit etwa 6 Jahren. Trotzdem an allem interessiert auf unserer schönen Welt. Auch wenn Kriege präsent sind - Die meisten Menschen wollen dies nicht. Im Gegensatz Dazu scheinen die Politiker besessen von dieser Idee zu sein. Sons würden sie alles TUN um sowas zu verhindern.

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