Ernst Fischer

Die magische Geschichte

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Die Geschichte und ihre Lektionen…       (Teil 1)             

Mein Vater war ein Bauer, doch er gab bereits in jungen Jahren seinen Beruf auf und zog in eine Stadt um. Kurze Zeit darauf, im Jahre 1937, wurde ich in Aarau geboren. Für meinen Vater wäre es sicherlich besser gewesen, wäre er dannzumal dem weisen Rat meiner Mutter gefolgt und wäre geblieben. Doch er entschied sich anders.                            Hier beginnt die erste zu erlernende Lektion:

  • Ein Mensch sollte sich nicht von den Versprechungen einer tollen Gelegenheit die sich ihm bietet blenden lassen, sondern stets bedenken, dass tausend Versprechen für die Zukunft, den Besitz einer einzigen Münze niemals aufwiegen können.

Mit wachsendem Verstand wurde mir im Verlauf der Zeit klar, dass ich mein WIE und WOHIN, gepaart mit dem Mütterlichen Rat, selbst entscheiden musste. Aus der Zeit zwischen meinem zwölften und meinem zwanzigsten Lebensjahr will ich hier nichts weiter berichten, denn diese Zeit hat mit diesem Bericht absolut nichts zu tun.

Das Glück lächelt bisweilen einem künftigen Opfer zu, einfach aus einer echt perversen Laune heraus. Diese Erfahrung musste auch ich machen. Das Glück ist allerdings ein Pferd das bezwungen werden muss, es lässt sich absolut nicht verhätscheln.                             Und hier folgt die zweite zu erlernende Lektion:

  • Das Glück will immer wieder entschwinden, es lässt sich nur mit sanfter Gewalt festhalten. Geht man mit ihm zu zart um, so verlässt es einem und wendet sich einem Stärkeren zu.  In dieser Hinsicht gleicht es durchaus der werten Damenwelt.

Nach einiger Zeit suchte mich das Unglück heim. Das Unglück ist einer der Vorboten von gebrochenem Willen und verloren gegangener Entschlusskraft. Meine kleiner Vertrieb wurden durch einen Betrug zerstört, und mir blieben außer viel Papier von Anwälten nichts als Schulden, die ich momentan nicht zurückzahlen konnte. Ich beriet mich mit allen die ich kannte, doch der Betrug, der hatte meine wirtschaftliche Kompetenz zerstört.

Durch intensive Verhandlungen und dem guten Willen meiner Zulieferern hätte ich mich leicht von meinen Verlusten erholt. Doch durch dieses Ausnutzen meiner Gutgläubigkeit wurde beinahe mein Glaube an das Gute im Menschen zutiefst erschüttert und mein Lebensmut wollte mich verlassen. Ich war nicht mehr der glückliche und hoffnungsfrohe Mann, der das einst großes Vertrauen in diese Welt und deren Bewohner setzte.

Im Leben bieten sich dem Menschen zahlreiche Wege, doch eine große Zahl davon führt abwärts. Manche führen direkt in den Abgrund, andere sind weniger steil, doch unabhängig von ihrer Beschaffenheit und Steilheit führen schlussendlich doch alle zum Versagen.                            Ab hier beginnt die dritte Lektion:

  • Das Versagen existiert nur im Kopf. Solange ein Mensch am Leben ist, hat er nicht versagt. Er kann jederzeit umkehren und kann denselben Weg wieder nach oben beschreiten, dem er nach unten folgte. Er wird sicher stets einen weniger steilen finden, der besser zu seinen Fähigkeiten passt –  er dauert nur ein wenig länger.

Ich war, nach der vereinbarten Rückzahlung an die Zulieferer, völlig mittellos, besaß nicht mehr viel auf dieser Welt als die Gewissheit, schuldenlos zu sein. Da ich ein erfahrener Vertriebsmensch war, fand ich relativ rasch meinen alten Vertriebs-Rhythmus wieder, damit auch neue Kunden. Meine spärliche freie Zeit verbrachte ich als Mann im Außendienst gezwungenermaßen in Gasthöfen. Nicht dass ich allzu viel Alkohol getrunken hätte, außer bei einigen ganz speziellen Gelegenheiten. Ich wollte einfach nur fröhlich sein, lachen und singen, ich wollte scherzen und zusammen mit den Kollegen die Situation vergessen.                                     Hier möchte ich die Lektion vier einfügen:

  • Suche dir Gesellschaft unter den Fleißigen, den Aktiven, denn die Müßiggänger werden Dich Deiner dringend nötigen Energien berauben.

Damals, zu jener Zeit fand ich großen Gefallen daran, wenn gemeint nötig, auf die leichteste Provokation mit einem Bericht all meiner Missgeschicke sofort zu reagieren. Darüber hinaus bereitete es mir eine kindische Freude, meinen sogenannten Freunden meine neuen Erfolgs-Momente von Zeit zu Zeit lustvoll zu präsentieren. Ich will mich hier nicht länger über die allmähliche Zurückgewinnung meiner Lebensenergie auslassen, doch hatte ich wieder eine Vision – meine Vision. Es ist jedoch niemals von Vorteil, sich gegenüber diesen „Freunden“ allzu sehr über glücklichen Geschehnisse oder Umständen zu äußern, andernfalls man lediglich Missgunst provoziert. Lass einfach nur die Tatsachen für sich sprechen.

  • Ab hier beginnt die fünfte und letzte zu lernende Lektion. Diese lässt sich nicht in einem einzigen Satz oder einem Absatz darlegen, sondern muss dem Rest dieses Berichts entnommen werden!

Hier geht’s zur spannenden und ungewöhnlichen Lektion:  https://www.ernestofischer.com/die-magische-geschichte-teil-2/

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